Stromerzeuger im Freien

Die Anwendungen von Stromerzeugern sind weit gefächert.
Sie kommen als Notstromaggregate, als Versorgungsaggregate für mobile Arbeiten, als Ergänzung zu Solaranlagen in Inselsystemen und bei vielen anderen Gelegenheiten zum Einsatz.

Dabei stellt sich besonders bei Einsatzgelegenheiten im Freien die Frage, bei welchen Umgebungsbedingungen ein Stromerzeuger überhaupt nutzbar ist.
Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben die wichtigsten Informationen im Folgenden zusammengefasst.

Zusätzlich möchten wir an dieser Stelle den Beitrag des "Stromerzeuger-unterwegs"-Blogs empfehlen, welcher sich mit Generatoren speziell für den Einsatz beim Camping befasst hat.

Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor

Die Umgebungstemperatur ist bei der Nutzung eines Stromerzeugers ein entscheidender Faktor. Die Temperatur beeinflusst sowohl die Spaltmaße der Komponenten des Stromerzeugers als auch die verwendeten Flüssigkeiten wie Kraftstoff und Motoröl.
Ebenso hat die Umgebungstemperatur einen direkten Einfluss auf die Effizienz des Stromerzeugers.

Bei zu niedrigen Temperaturen entstehen hohe Wärmeverluste, sodass die Effizienz des Stromerzeugers sinkt.
Bei zu hohen Temperaturen entstehen wiederum große Materialausdehnungen, sodass die innere Reibung des Verbrennungsmotors steigt und die Effizienz ebenfalls sinkt.
Die optimale Betriebstemperatur sowie die Temperaturgrenzen werden von den Herstellern üblicherweise in der Betriebsanleitung des Stromerzeugers angegeben.
Die optimale Betriebstemperatur liegt meistens im Bereich der Raumtemperatur (ca. 25°C).

Ebenfalls relevant, ist die Luftfeuchte sowie die Betriebshöhe des Stromerzeugers.
Meist können Stromerzeuger bis zu einer Luftfeuchte von 95% problemlos betrieben werden. Bei höheren Luftfeuchten kann es zu Problemen bei dem Verbrennungsprozess des Kraftstoffs kommen.
Die Betriebshöhe von Stromerzeugern liegt für in der EU zugelassene Aggregate bei mindestens 1000 Meter über Meereshöhe. Viele Stromerzeuger sind so ausgelegt, dass sie auch in deutlich größeren Höhen betrieben werden können.
Relevant ist die maximale Betriebshöhe deshalb, weil mit steigender Höhe die Luftdichte sinkt und somit zum einen der Verbrennungsprozess im Motor nachteilig beeinflusst wird und zum anderen, weil mit sinkender Luftdichte auch der elektrische Widerstand der Luft sinkt und somit ein Lichtbogen innerhalb der Elektronik des Generators möglich wird.
Ein solcher Lichtbogen kann Schaltelemente zum Durchbrennen bringen und den Generator zerstören.

Die Niederschlagsbedingungen müssen beachtet werden

Neben der Temperatur ist ein Stromerzeuger bei dem Betrieb im Freien auch Niederschlägen ausgesetzt.
Da es sich bei Stromerzeugern offensichtlich um elektrische Geräte handelt, sollte ein Kontakt von Wasser mit leitenden Elementen selbstverständlich vermieden werden. Um Generatoren trotzdem im Freien betreiben zu können, sorgen die Hersteller meist dafür, dass ihre Aggregate gegen ein gewisses Maß an Niederschlag geschützt sind.
Die sicherste Variante, um eine Verträglichkeit eines Stromerzeugers gegen Niederschlag festzustellen ist, falls auf diesem eine IP-Kennung vom Hersteller angebracht wurde.
Diese gibt Auskunft darüber, in welchem Maße ein Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeit, also auch Niederschlägen, vorliegt.

Ebenfalls interessant: Unser Beitrag zum Kauf eines Stromerzeugers!

Mit freundlichen Grüße,

Ihr Stromerzeugertalk-Team